
Geschichte
Der Gänsemännchenbrunnen, aufgestellt im Jahr 1864, ist einer der beliebtesten Brunnen in Weimar. Er ist eine verkleinerte Kopie des Nürnberger Gänsemännchenbrunnens, der ursprünglich um 1550 von Pankraz Labenwolf geschaffen wurde. Johann Wolfgang von Goethe schätzte den Nürnberger Brunnen und erhielt sogar einen Abguss der Figur im Jahr 1814. Die Figur verkörperte für Goethe die Kunst des 16. Jahrhunderts.
Die Entstehung
In Weimar wurde 1863/64 ein Brunnen nach dem Vorbild der Gänsemännchenfigur von Goethe und Großherzogin Maria Pawlowna errichtet. Der Brunnen besteht aus einer Gänsefigur in Bronze, die einen Bauern in altdeutscher Tracht darstellt, der zwei Gänse unter dem Arm trägt. Das Wasser fließt aus den Schnäbeln von vier Schwänen und den beiden Gänsen. Der Brunnen steht auf einem runden Brunnenbecken aus Travertin. Dieser Brunnen befindet sich an einem markanten Ort in Weimar, gegenüber von Schillers Wohnhaus in der Schillerstraße.
Einordnung
Der Gänsemännchenbrunnen zeigt eine realistische Darstellung eines Bauern mit Gänsen unter den Armen, durch das detaillierte und realistische Größenverhältnis der Figuren lässt sich dieser Brunnen in den Realismus einordnen.